Ukrainehilfe

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Es erreichen uns Bilder und Berichte aus der Ukraine, die uns weinen lassen. Die Menschen, hauptsächlich Mütter mit Kindern, Alte und Kranke müssen in den belagerten Städten in Kellern oder U-Bahnschächten ausharren, ohne ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln, Wasser, Medikamenten und ohne Heizung. Sie kommen nicht an Bargeld, der Weg zum Bahnhof liegt unter Beschuss und die Lage wird von Tag zu Tag aussichtsloser und hoffnungsloser. Die Ausreise soll durch humanitäre Fluchtkorridore ermöglicht werden, aber die politischen Verhandlungen darüber sind zäh und vereinbarte Waffenruhen werden immer wieder gebrochen.

Die Hilfsbereitschaft in ganz Europa für Geflüchtete aus der Ukraine ist überwältigend. Persönliches Betroffensein ist der Grund dafür, jetzt nichts unversucht zu lassen und als Jagdhausverein eine eigene Hilfsaktion zu starten. Der Verein möchte seine Verbindungen nutzen, sein Netzwerk aus Mitgliedern, Gästen, uns verbundenen Künstlern und allen die uns kennen, etwas beizutragen, um der Zerstörung und Gewalt etwas Positives entgegenzusetzen, als ein Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls und des friedlichen Miteinanders.

Ich, Olaf Böhme, Vorsitzender des Vereins „Das Jagdhaus e. V.“ möchte Sie im Namen des Vereinsvorstandes ganz persönlich ansprechen und um Ihre Unterstützung bitten.

Es gibt herzliche und enge Beziehungen zu den Menschen, die jetzt so arg in Bedrängnis geraten sind. Menschen, die ich persönlich kennen lernen konnte auf meinen Besuchsreisen nach Kiew, Charkiw und zur Halbinsel Krim. Es sind enge Freundschaften entstanden. Erst 2018 zur Hochzeit von Igor Gryshyn und Olena Tokar in Kiew gab es Gelegenheit, die ukrainischen Freunde in die Arme zu schließen. Momentan müssen telefonische Kontakte den persönlichen Kontakt ersetzen. Ich werde zwei Wohnungen für Familienangehörige von Igor und Olena zur Verfügung stellen.

Das ist die konkrete Situation der Familien in der Ukraine:
Die Eltern Igor Gryshyns sind in der Stadt Charkiw in der Ostukraine eingeschlossen. Die Versorgungslage ist schlecht, es werden verstärkt Infrastruktur und Energieversorger angegriffen. Wer sich auf die Straße traut, kann unvermittelt unter Scharfschützenbeschuss geraten. Die Knappheit an Lebensmitteln nimmt täglich zu.
Olenas Mutter konnte Kiew mittlerweise verlassen und ist am 06. März in Chemnitz angekommen. Sie wohnt vorerst bei der jungen sechsköpfigen Familie Gryshyn in Leipzig unter sehr beengten Verhältnissen.
Dramatischer ist die Lage der Schwester und ihrer Familie. Sie wohnen in einem Vorort Kiews und suchen seit 7 Tagen Schutz im Keller ihres Hauses. Sie haben weder Strom noch Wasser oder Heizung und keine Lebensmittel. 4 Liter Diesel für das Auto sind alles, was noch da ist, 4 Liter Diesel, um damit Handys und Computer zu laden, bzw. sich kurz aufzuwärmen. Inzwischen sicher längst verbraucht. Die Familie möchte mit ihren Kindern gern ausreisen – sieht aber im Moment keine Möglichkeit.

Die Sopranistin Olena Mykolajiwna Tokar ist in Nowotoschkiwske (Ukraine) geboren. Sie ist verheiratet mit dem ukrainischen Pianisten Igor Gryshyn. Das Paar hat vier Kinder. Sie leben und arbeiten seit Jahren in Leipzig, haben nach Studien im Heimatland und in Russland an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig sehr erfolgreich in den Meisterklassen weiter studiert. Olena Tokar ist seit 2010 festes Ensemblemitglied der Oper Leipzig. Igor Gryshyn unterrichtet inzwischen selbst als Dozent an der Hochschule. Sowohl Olena Tokar als auch Igor Gryshyn sind auf internationalem Parkett zuhause. Sie gastierten zum Beispiel in der Schweiz, Großbritannien, Südkorea, Spanien, Frankreich, Holland, Tschechien und Jugoslawien und doch durfte sich auch das Publikum im Muldental über Konzerte mit diesen ausdrucksstarken, hervorragenden Musikern freuen.
Konzerte mit beiden sind den Gästen noch heute in bester Erinnerung und waren Höhepunkte im Konzertkalender. Beide Künstler sind seit über 20 Jahren dem Verein eng verbunden, 2004 gab Igor noch als Student sein erstes Konzert in Kössern. Regelmäßig waren beide auf den Spielplänen des Vereins zu finden. Ihre Auftritte waren umjubelt, der Saal ausverkauft. Aber auch für Projekte des Vereins engagierten sich beide Künstler. Es gab Meisterkurse und Integrationskurse, die für alle Teilnehmer einen großen Gewinn darstellten.

Es gebietet unser menschlicher Anstand, jetzt nicht wegzuschauen.

Bitte helfen Sie!
Am besten mit einer Geldspende.
Spenden Sie auf das Konto
des Jagdhausvereins
bei der Raiffeisenbank Grimma
BIC: GENODEF1GMR
IBAN: DE12 8606 5483 0080 0463 83
unter dem Stichwort “Ukrainehilfe”
Die Aktion des Vereins hat eine große Resonanz gefunden.
Vielen, vielen Dank!

Wir werden darüber berichten, was mit Ihrem Beitrag bewirkt werden konnte.
Auch eine Spendenquittung kann ausgestellt werden, der Verein ist gemeinnützig. Bitte teilen Sie uns Ihre Adresse mit, wenn Sie eine Zuwendungsbestätigung wünschen. Wir sind davon überzeugt, die Spendenaktion in Ihrem Sinne durchzuführen und den betreffenden Familien damit nicht nur eine finanzielle Unterstützung geben zu können, sondern auch ein Zeichen der Solidarität zu vermitteln und das Gefühl, dass sie nicht allein stehen mit ihren Sorgen. Vielen Dank für Ihren Beitrag!

Olaf Böhme
Das Jagdhaus e. V. - Vorsitzender

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